.

Internetauftritt der Kirchengemeinde St. Markus, Regensburg - Das Gemeindehaus in Sinzing - Direkt zum Inhalt

Kirchengemeinde Sankt Markus

Navigation direkt zum Textanfang

Zwischen 1994 und 2007 hat unsere Gemeinde das alte Pfarrhaus von Sinzing in der Bruckdorfer Str. 3 als Gemeindehaus genutzt. Ein über 100 Jahre alter Bau, der davor auch als Sinzinger Kindergarten gedient hatte.

Nach allen möglichen Versuchen, einen realistischen Plan für die Renovierung dieses Hauses zu finden, haben wir uns im Jahr 2007 endgültig wieder von ihm getrennt, weil wir einsehen mussten, dass es für uns unannehmbar teuer ist, solch ein großes altes Bauwerk von Grund auf zu sanieren.

Stattdessen haben wir - ebenfalls im Jahr 2007 - beschlossen, ein einfaches, praktisches Gemeindezentrum auf dem Grundstück neu zu bauen, auf dem jetzt noch das alte Haus steht. Bauherrin wird die evangelische Gesamtkirchenverwaltung Regensburg sein, die in Abstimmung mit der Landeskirche den Neubau errichten wird. Ein Baubeginn im Jahr 2008 ist uns zugesagt.

Wir brauchen dringendst für die wachsende junge Gemeinde in Sinzing einen praktisch und gut nutzbaren Ort! Wenn Sie sich für dieses Ziel engagieren möchten, werden Sie Mitglied im Evangelischen Bauförderverein Sinzing e.V. Bitte nehmen Sie dafür Kontakt mit dessen Vorsitzenden, Herrn Wolfgang Heidenreich, Altvaterweg 7 in Sinzing, auf: Tel. 0941-3 64 00 oder 0171-5 54 58 76 oder per email: . Bis bald in Sinzing!

Im alten Gemeindehaus Sinzing hängt seit der Einweihung 1992 im Gottesdienstraum ein Wandfries zum Thema Hoffnung und Auferstehung, vielen Sinzinger Gemeindemitgliedern vom Ansehen her sicher noch gut vertraut. Wir möchten dieses Bild, das sich auf zwei Wände erstreckt, hier in Ausschnitten auch inhaltlich darstellen.
Der Fries wurde uns von Renate Christin als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt, es ist eine Mischtechnik aus Collage und Acryl auf Leinwand.
Die Bildfolgen führen jeweils von links und rechts auf die Mitte zu, die durch das größere Bildformat hervorgehoben wird, so dass sich für das gesamte Werk die Form eines Kreuzes ergibt.


Linke Seite: Die Geschichte der Jünger
Wandrelief - Ausschnitt
Das Schiff ist Symbol für die Kirche. Der Fisch ist das Erkennungszeichen der Christenheit seit der Antike. Durch das "Sammeln" der Jünger (Lukas 5, 1-11) beginnt die christliche Gemeinde. Aber nicht nur Männer haben Besitz und Familie aufgegeben, um Jesu willen, auch Frauen sind Jesus gefolgt. Stellvertretend dafür steht hier Maria Magdalena. (Lukas 8, 1-2, Johannes 20, 11-18)
Auf dem Weg der Nachfolge Jesu machen sich nicht nur die namentlich genannten 12 Jünger, sondern viele Menschen, deren Namen niemand weiß. (Matthäus 4, 25. 8, 1. 15 u.a.)
Wandrelief - Ausschnitt
Wandrelief - Ausschnitt
Wer sich aber auf den Weg mit Jesus macht, muss sich mit ihm auseinandersetzen. (Markus 11, 27-30) Das findet im Herzen, aber auch in den Köpfen statt. Als Beispiel dafür wurden zwei sehr gegensätzliche Charaktere gewählt: der ungläubige Thomas, der als Zweifler (Johannes 20, 24-29) überliefert ist, und Petrus, der Entschlossene im Glauben. (Matthäus 18, 16-20)
Gemäß dem Prinzip der Schöpfung, das auch das Gleichnis des Saatkorns widerspiegelt, das in die Erde fallen und sterben muss um dann zu wachsen und reiche Frucht zu bringen (Johannes 12, 24), steht auch vor der Auferstehung der Karfreitag, über dem aber trotz all dem Leid, der Demütigung und Verzweiflung doch auch schon das Licht der Hoffnung liegt. (Römer 5, 1-8)
Wandrelief - Ausschnitt
Das mittlere Bild
Wandrelief - Ausschnitt
In der Bildmitte, auf die alles zuläuft, sind die Farben das Ausdrucksmittel, das gewählt wurde, um Auferstehung und Leben darzustellen. (Johannes 11, 25)
Durch das Wegfallen des Gegenständlichen soll dem Betrachter die Möglichkeit für ein persönliches Zwiegespräch gegeben werden.
Hilfestellung leisten hier die Farben Weiß und Gelb als Farben der Kirche, das Gelb auch als Symbol der Sonne, das Blau als Unendlichkeit des Himmels. Das Rot steht als Sinnbild für Verletzung, Zerstörung und Tod, ist aber auch gleichzeitig die Farbe der Liebe und Gnade Gottes.
Rechte Seite: Die Gegenwart
Wandrelief - Ausschnitt
Die Taube ist das Symbol für den Heiligen Geist und für den Frieden.
Das Schicksal und das Leid eines Menschen stehen stellvertretend für die Schicksale und Leiden so vieler Menschen der Gegenwart - der Körper, krank und schwach, in sich gesunken, mit vor Kummer und Sorgen hängendem Kopf. Allein mit dem Gefühl der Hilflosigkeit.
Doch der Weg bleibt offen, mit Höhen und Tiefen und Brücken, über die man gehen kann.
Es sind nicht nur Krieg und Krankheit, die Verzweiflung und Leid mit sich bringen, sondern auch die Einsamkeit der Großstädte und des Anders-seins, was oft gleichbedeutend ist mit Ausgestoßen-sein.
Sich aufrichten zu können und neue Hoffnung zu spüren, die Augen wieder frei erheben zu können ist der Neubeginn auf dem Weg, den man alleine finden muss, aber mit anderen gehen kann.
Wandrelief - Ausschnitt
Renate Christin wurde 1941 in Regensburg geboren und lebt als freischaffende Künstlerin in Viehausen.
Ihre Arbeitsgebiete sind die Malerei, Kunstprojekte und Kunst im öffentlichen Raum, wobei verschiedene Techniken genutzt werden.
Neben Kunstausstellungen im In- und Ausland ist eines ihrer größeren Projekte das Kunst-Projekt LEBENS-FLUSS DONAU (1999 - 2002). Es vereint so unterschiedliche Ausdrucksformen wie Tagebuch, Videofilm, Fotocollage, verschiedene Kunstobjekte und mehrere Schaukästen mit Fotos, die alle 25 km entlang der Donau gemacht wurden. Die Ausstellung war von Dez. 2002 bis Jan. 2003 in der Städt. Galerie "Leerer Beutel" in Regensburg zu sehen und ist manchem Regensburger/ mancher Regensburgerin vielleicht noch in Erinnerung, ebenso wie die "Halle der Erwartung" 1994, eine Kunst-Aktion in Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe GReK (Gemeinschaft Regensburger Künstlerinnen) im Unterbau der Walhalla, die die Bedeutung der Frauen in diesem von Männergestalten beherrschten Ruhmestempel in den Vordergrund rückt.

Renate Christin war von 2002-2008 Präsidentin der IGBK (Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste) und von 2003-2007 Vorstandsmitglied/Vizepräsidentin der ECA (European Council of Artists), 2002-2008 Vorstandsmitglied/ Vizepräsidentin der BundesGEDOK, 1998-2009 Fachgruppenleiterin der GEDOK Gruppe FRANKEN (Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.) und seit 2010 Vorsitzende im KunstvereinGRAZ.

Für die Kirchengemeinde St. Markus entstanden außer den beiden Wandbildern in den Gemeindehäusern der Löwenkopf im Eingangsbereich des Gemeindehauses Prüfening und der Brunnen vor dem Kindergarten, der Petrus, den Fischer, darstellt.

Weitere Infos siehe  www.renatechristin.de.
© alle Fotos: Barbara Zinnecker