.

Internetauftritt der Kirchengemeinde St. Markus, Regensburg - Erinnerung an Sigrun Reutter - Direkt zum Inhalt

Kirchengemeinde Sankt Markus

Navigation direkt zum Textanfang

Am 29. September 2006 starb Sigrun Reutter. Sie war unsere Pfarramtssekretärin für fast 20 Jahre.

Selig sind die Sanftmütigen (Matthäus 5,5)

Sigrun Reutter Sie war jedem zugewandt. In ihrer Bescheidenheit war sie ein großer Mensch. Ihr Humor und ihre Fröhlichkeit öffneten verschlossene Türen. Ihr Glaube hat sie in ihrer tödlichen Krankheit stark gemacht.

Ratlos und traurig müssen wir Abschied nehmen von

Sigrun Reutter
Sekretärin in unserer Gemeinde seit 1987


In Gedanken sind wir bei ihrer Familie.

Evangelisch-Lutherische Gemeinde St. Markus, Regensburg

Am Mittwoch, 4. Oktober 2006 fand in der Markuskirche die feierliche Trauerfeier für Sigrun Reutter statt.
Dieser Gottesdienst war wegen der vielen Gäste und wegen des Ernstes des Abschieds ein unvergessliches Ereignis für alle, die da waren.
Trauerfeier für Sigrun ReutterTrauerfeier für Sigrun Reutter

Unter der Überschrift "Dankbare Erinnerung" trug Pfarrer Müller bei der Trauerfeier am 4.10.2006 folgende Gedanken vor

Sigrun Reutter hat seit 1987, damals gerade noch von Pfarrer Göhring eingestellt, als Pfarramtssekretärin für unsere Gemeinde gearbeitet.
Ich denke jetzt vor allem auch an Pfarrer Grell, mit dem sie ein gutes Verhältnis hatte - der leider nicht hier sein kann, mit ihm hat sie ja 15 Jahre zusammen gearbeitet. Das war eine gute Zeit. Das fand alles noch in dem kleinsten Pfarrbüro der Welt statt, angefüllt mit Schränken und Kästchen, Ablagen und Schubfächern.

In einer systematischen, überlegten, sorgfältigen Art und Weise hat sie die Verwaltungsarbeit unserer Gemeinde 19 Jahre lang erledigt. Sie hat die Abläufe so gut beherrscht, dass sie sich den Kontakten und Gesprächen widmen konnte. Verschwiegen, ausgleichend und fröhlich hat sie die Unterhaltungen mit allen geführt, die in das Büro kamen oder anriefen. Das gilt auch für Herrn Lehmann oder unsere kleine Tochter Selia.

Jeden Montag kam Frau Bretz (wieviele Montage mögen das gewesen sein?) zum Geldzählen und Planen, dann kamen Kirchenpfleger und Kirchenpflegerinnen, viele Mitarbeitende, Fragen wegen Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, wie viele Gesichter in fast 20 Jahren!

Unzählbar ist die Menge der Überstunden, die dabei anfielen. Besonders schön war, wie Frau Reutter die Gemeindehelfer, die unseren Gemeindebrief austragen, begleitet hat. Das Sommerfest konnte sie mit ihren unzähligen Kontakten gut organisieren.

Sie hat unserer jungen Gemeinde einen großen Dienst erwiesen, weil sie sich als Mensch eingebracht hat und weil sie hier am richtigen Platz war. Welche positive Wirkung und welche Bedeutung konnte eine kleine Frau mit einem kleinen Büro und einer kleinen Stelle erreichen - allein durch ihre Person!

Die Menschen in unserer Gemeinde, die anderen Mitarbeitenden, haben ihr aber auch gefallen. Sie war gerne hier – unter uns. Und wie oft hat sie gesagt am Montag: "Gestern der Gottesdienst war schön".

Unsere Gemeinde ist dankbar. Wir sind beschenkt worden. Ich glaube, dass von dieser Frau viel bleiben wird. Wir erleben, jetzt beim Denken an Pfarrer Göhring, jetzt beim Denken an Sigrun Reutter, dass das Gute, das Menschen tun, weiter wirkt, dass es bleibt, wie der Apostel Paulus sagt. Wir erleben mit, wie Menschen unsere Gemeinde prägen, wie sie ihren Charakter, ihren Geist, ihren Stil prägen. Ich glaube, dass von dieser Frau viel bleiben wird.

Ansprache von Wolfgang Heidenreich, Vertrauensmann des Kirchenvorstands

Lieber Herr Reutter, liebe Angehörige, liebe Trauergemeinde,

tief erschüttert müssen wir heute Abschied nehmen von unserer geliebten und geschätzten Frau Reutter.
In der Zeit ihrer schweren Krankheit hat sie viel Kraft aus ihrem festen Glauben gewonnen. Auch unsere Anteilnahme und Gebete - die der gesamten Gemeinde - hat sie "gespürt" und es hat ihr gut getan. Manchmal hatte ich den Eindruck, sie würde uns trösten in unserer Ratlosigkeit - hier können wir von ihr lernen!

Es fällt mir so vieles ein über unsere Frau Reutter:
Es war eine Freude, mit ihr das Gemeindefest zu organisieren - unvergessen bleibt das Abrechnen des Büchermarktes. Schon mit dem Klang ihrer Stimme am Telefon waren die Probleme nur noch halb so groß. Waren die offiziellen Dienststunden dann vorbei, konnte man sie immer noch mit e-mail erreichen.

Wir konnten alle voller Vertrauen zu ihr kommen, sie hatte offene Ohren und noch wichtiger, ein offenes Herz. Oft hat sie uns auch wieder aufgebaut und motiviert und wenn es nur der kleine Schoko-Marienkäfer für die Austräger der Kirchgeld-Bescheide war.

Sie war uns
  • - Seelentrösterin
  • - Blitzableiter
  • - Managerin
  • - Zuhörerin
  • - die Sonne der Gemeinde

Das Bild der Sonne ist bei mir da, wenn ich an Frau Reutter denke.
So war sie das Sonnentor zum Pfarramt mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit. "Die Sonne scheint warm und zuversichtlich, so schön ist es wieder hier..", schrieb sie mir noch als Urlaubs- und Geburtstagsgrüße von der Ostsee.

Wir verlieren keine kleine Sekretärin, wir verlieren einen großen Menschen mit einem großen Herzen!!

Wir suchen Trost.
Ich bin glücklich, dass ich Frau Reutter kennen lernen durfte, dass Gott sie uns geschenkt hat.

Ihnen, lieber Herr Reutter und allen Angehörigen wünsche ich viel Kraft in ihrer Trauer.